Projekt
Feistritzregulierung - Auflösung der Sohlstufe

Fachbereich / Projekttyp
Flussbau und Hochwasserschutz
Auftraggeber
Marktgemeinde Ilz
Leistungsumfang
Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Organismen
Fertigstellung
2015

Um den Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie gerecht zu werden, besteht die Notwendigkeit, anthropogen nachhaltig veränderte Gewässerbereiche wieder zu revitalisieren. Um den gemäß NGP gewünschten „guten Zustand“ zu erreichen, ist es notwendig, gewässermorphologische Mängel zu beseitigen. Dazu gehören die Maßnahmen zur Verbesserung der Organismen-Durchgängigkeit und Feststoffdurchgängigkeit, aber auch Maßnahmen zur Verbesserung der morphologischen Gesamtsituation (Beseitigung von Rückstau) etc.

Im Jahr 1962 wurde die Feistritz in der Gemeinde Kalsdorf bei Ilz von km 22,150 bis km 22,872 reguliert. Hochwässer haben in einer S-förmigen Flussschleife etwa 800 m unterhalb der Schalkmühle immer wieder große Uferbrüche und folglich eine Verwerfung des Flussbettes verursacht. Aufgrund dessen drohte ein Sohldurchbruch, der seinerseits eine Sohlabsenkung sowie weitere Uferbrüche flussauf verursachen würde. Demzufolge wurde die Linienführung des Flusses begradigt und die durch die Verkürzung entstandene Höhendifferenz mit Hilfe einer Sohlstufe ausgeglichen.

Die Sohlstufe bei km 22,210 stellte ein Hindernis für wandernde Organismen dar. Im Zuge eines Einreichprojektes wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Durchgängigkeit ergriffen werden. Die bestehende Stufe wurde aufgelöst und die zu überwindende Höhendifferenz durch mehrere Stufen (Pendelrampe) abgebaut.